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Digitaltour #thüringendigital 2022

Feuilleton

Im Fokus aktuelle Projekte:

Carsten Feller, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, schaute sich von April bis Dezember in mehreren Stationen vor Ort Thüringer Digitalprojekte an.

Bauhaus-Universität Weimar

1. Station: 22. April, Weimar

Das Forschungsprojekt „Transformative Innovationsforschung für den Wissenschaftsjournalismus“ soll die Berichterstattung über die Wissenschaft einem breiteren Publikum zugänglich machen. Mit dem Projekt „HeriTech“ können Bauwerke autonom in 3D erfasst werden. Mit diesen Zustandsdaten können u. a. Gebäude oder
Brücken leichter saniert oder restauriert werden. Das Thüringer Wirtschaftsministerium fördert dieses Projekt mit 1,25 Millionen Euro.

Kassenärztliche Vereinigung Thüringen

2. Station: 19. Mai, Weimar

Im Notfall kommt es auf jede Sekunde an. Mit dem Pilotprojekt „Digitalisierung der Rettungskette“ wird die Kommunikation zwischen Rettungsleitstelle, Notarzt und Notaufnahme beschleunigt. Das Rettungsteam im Einsatzwagen übermittelt alle Daten über Tablet und erhält sofort die Informationen, welches Krankenhaus zur Aufnahme des Patienten bereit ist. So werden unnötige Fahrten vermieden und die Notfallversorgung entscheidend verbessert.

Mittelstand-Digital Zentrum Ilmenau

3. Station: 20. Mai, Ilmenau

Das Mittelstand-Digital Zentrum Ilmenau bietet mit praxisnahen Demonstrations- und Umsetzungsprojekten eine Digitalisierung zum Anfassen. In vier Modellfabriken wird die Digitalisierung erfahrbar. Diese sind gleichzeitig Anlaufstelle für Unternehmen, wenn es um die Demonstration, Entwicklung und Erprobung praxisnaher 4.0-Projekte geht. Mit dem Thüringer Zentrum für Lernende Systeme und Robotik wird es vom Freistaat gefördert und unterstützt u. a. Thüringer Universitäten in der Entwicklung und im Einsatz von künstlicher Intelligenz.

Stiftung Landleben

4. Station: 24. Mai, Kirchheilingen

Die Stiftung Landleben entwickelt ein regionales Gesundheits-, Pflege- und Versorgungsnetzwerk. In diesem engagieren sich Ärzte, Therapeuten, Apotheken, Vereine, Schulen, Betriebe sowie die örtlichen Gemeinden mit ihren Bewohnern. In vier Gemeinden entstehen multifunktionale Kioske. Gleichzeitig sind diese auch digitale Beratungsräume für die medizinische Versorgung, WLAN-Hot-Spot und Ladestation für Elektrofahrräder.

Gotha transdigital 2027

5. Station: 2. Juni, Gotha

Die Stiftung Schloss Friedenstein digitalisiert im Projekt „Gotha transdigital 2027“ aktuell ihre einmalige Münzsammlung, um sie Forschern weltweit zur Verfügung zu stellen und der Allgemeinheit bekanntzumachen. Daraus ergeben sich neue museumspädagogische Ansätze.

Fraunhofer Institut Jena

6. Station: 14. Juni, Jena

Das Fraunhofer Institut Jena forscht zum Aufbau eines abhörsicheren quantenbasierten Kommunikationsnetzwerks. Auf einer Strecke von 1,7 Kilometern Länge wird der Austausch von Quantenschlüsseln über einen Laserstrahl getestet. Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag, um Deutschlands technologische Souveränität und Datensicherheit gegen potenzielle Angreifer zu stärken.

Berufsbildungs- und Technologiezentrum Rohr-Kloster

7. Station: 17. November, Rohr-Kloster

Im Projekt „GreenCraft“ am Bildungscampus Rohr-Kloster erhalten Auszubildende im Handwerk Kompetenzen, wie Digitalisierung zu einem klima- und ressourcenschonenden Handeln beitragen kann. Darüber hinaus werden die Handwerksbetriebe fachübergreifend in unterschiedlichen Lehrmodulen noch stärker für nachhaltiges Wirtschaften sensibilisiert.

Universität Erfurt

8. Station: 22. November, Erfurt

Auf dem „Forschungscampus digitale Lehrerbildung“ können Bildungswissenschaftler und Lehramtsstudierende gemeinsam mit Schulen und Lehrerbildungs-Einrichtungen die Digitalisierung im Bildungswesen voranbringen. Der Campus besteht aus mehreren Teilprojekten wie der „UniSchulPlattform“ oder dem „DigiLernLab“.

E-TERRY

9. Station: 1. Dezember, Erfurt

Im ökologischen Gemüseanbau muss Unkraut bislang noch mühevoll von Hand gejätet werden. Die E-Terry GmbH hat mit ihrem „E-TERRY“ dafür eine digitale Lösung entwickelt. Der Landwirtschaftsroboter kann mit verschiedenen Geräten zur autonomen Bodenanalyse, Pflanzenpflege und Ernte bestückt werden und entfernt so selbstständig Unkraut. So wird der Arbeitseinsatz für Landwirte und der Einsatz von Herbiziden und Pestiziden erheblich verringert.


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